„Habt acht, daß euch niemand verführt!“
Die Bewährungsprobe der Gemeinde
in der vor-antichristlichen Zeit



Ein bearbeiteter Auszug aus dem Buch Aufbruch in ein neues Christsein? Emerging Church – der Irrweg der postmodernen Evangelikalen, S. 134-144. Alle Fußnoten und Zitatverweise sind hier getilgt und können dort nachgelesen werden.



Wer die Bibel nüchtern und wach liest, der weiß, daß wir in der letzten Zeit leben, in der Zeit des Endes, kurz vor der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus. Und er weiß auch, daß diese Zeit eine schlimme Zeit sein wird, eine Zeit, in der Verführung und Gesetzlosigkeit zunehmen:

„Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt acht, daß euch niemand verführt! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen. (…) Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.“ (Mt 24,4-5.11-12)

Es ist die Zeit, in der das Böse ausreift in der Welt, in der Okkultismus und Zauberei, Götzendienst und Hurerei, Gesetzlosigkeit und die Sünden Sodoms in der Welt immer mehr zunehmen, in der die Menschen sich mehr und mehr verführerischen Geistesmächten öffnen und die Wahrheit des Evangeliums verachten und zurückweisen.

„Laßt euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muß unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so daß er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. Denkt ihr nicht mehr daran, daß ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war? Und ihr wißt ja, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit. Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muß der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein; und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird, ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, so daß sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.“ (2Th 2,3-12)


 

1. Die ausreifende Endzeit und die Irrlehren in der Christenheit


Wir leben in der Zeit, die diesem Auftreten des Antichristen vorausgeht. Die Endzeit hat nach der Lehre des Herrn in Mt 24,8 Wehencharakter, d.h. Verführung und Gesetzlosigkeit werden dem Ende zu immer stärker und treten gedrängter auf. Der geweissagte Auftritt falscher Propheten und auch der Abfall der Christenheit vom biblischen Glauben verläuft in Wellen oder Phasen, die sich immer mehr verstärken, bis dann bei der Ankunft des Antichristen die Vollendung und Ausreifung all dieser bösen Entwicklungen geschieht. Wir haben in der heutigen Christenheit zahlreiche Strömungen, die den Abfall vom Glauben in gewissen Sinn längst schon vollzogen haben: die katholische Kirche sowie die liberale ökumenische Bewegung gehören dazu. Die falschen Propheten der Pfingst- und Charismatische Bewegung treten immer lauter und verführerischer auf. Aber auch innerhalb der früher noch halbwegs an der Bibel orientierten evangelikalen Strömung kommen immer mehr Irrlehrer und Verführer auf.

„Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen. Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten; aber das Gericht über sie ist längst vorbereitet, und ihr Verderben schlummert nicht.“ (2Pt 2,1-3)

Die Frucht dieser Verführungen ist eine gesetzlose Namenschristenheit, die weltförmig ist, die aus Scheinchristen besteht, die nie eine Neugeburt aus dem Geist Gottes erlebt haben, wie die Schrift sagt:

„Das aber sollst du wissen, daß in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen; sie lieben das Vergnügen mehr als Gott; dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab!“ (2Tim 3,1-5)

Eine der wesentlichen Kennzeichen der Irrlehrer in der letzten Zeit wird laut dem 2. Petrusbrief sein, daß sie die Wiederkunft des Herrn Jesus Christus zum Gericht über die Gottlosen und zur Errichtung Seines Friedensreiches leugnen. Dieses Kommen in Macht und Herrlichkeit ist in der Schrift vielfach bezeugt (vgl. Mt 24,29-44). Es straft das Geschwätze der Irrlehrer in der Emerging Church von dem „gegenwärtigen Reich in Frieden und Versöhnung und Annahme für alle“ Lügen, wenn wir die ernsten Worte lesen:

„(…) bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft, an jenem Tag, wenn Er kommen wird, um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben - denn unser Zeugnis hat bei euch Glauben gefunden.“ (2Th 1,7-10)

So „intolerant“ und „richtend“ wird der echte Herr Jesus Christus einmal mit den gottlosen Sündern umgehen, wenn sie nicht Buße getan haben! Doch dieses biblische Ende der Zeiten im Gericht paßt nicht in das Bild vom wunderbaren „Reich Gottes auf Erden“, dem „Neuen Zeitalter“, in dem nur Versöhnung, Annahme und eine herrliche Zukunft für alle Menschen bevorstehen sollen. Deshalb werden die Irrlehrer der Endzeit, von denen der Apostel spricht, die Wiederkunft des Herrn und den darauf folgenden Gerichtstag des Herrn verleugnen:

„Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, daß am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist! Dabei übersehen sie aber absichtlich, daß es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes; und daß durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrundeging. Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.“ (2Pt 3,3-7)

Die Irrlehrer der Emerging Church gehören eindeutig zu den hier geschilderten Verführern. Sie behaupten, die Bibel würde gar nichts Gewisses über ein Endgericht sagen, und verwerfen die biblische Lehre einer bevorstehenden Wiederkunft Jesu Christi und des Zorngerichtes, wie es u. a. die Offenbarung und 2. Thessalonicher 2 so klar bezeugen. Ihre „Vision“ ist ein evolutionär zunehmendes friedliches „Reich Gottes hier und jetzt auf Erden“, das zu immer besseren Verhältnissen, zur Heilung und Weltfrieden führt, in dem die Kirche an Stelle von Christus das Friedensreich aufrichtet, in dem die Menschen sich spirituell immer höher entwickeln und zum „Christusbewußtsein“ emergieren.

Diese Vision des „Reiches Gottes“ meint im Letzten das Reich des Gottes dieser Welt, des Antichristen, so wie es auch die New-Age-Anhänger erwarten und fördern. Ihre Vision von einer „gewaltigen spirituellen Erweckung“ meint genau die Wellen der Verführungsmächte, die vor dem Kommen des Antichristen über diese Welt gehen werden. Auf diesen okkulten „Wellen“ will die Emerging Church mitreiten. Es steht zu erwarten, daß in ihren Reihen mehr und mehr berauschende, beglückende „spirituelle Erlebnisse“ auftreten werden, ähnlich dem „Toronto-Segen“ oder den täuschenden Kraftwirkungen der Esoteriker, die ebenfalls „Licht“, „Liebe“, „Einssein mit dem Universum“ versprechen. Zugleich wird sich ihre Feindschaft gegen die wahren Christen, gegen die „engstirnigen Fundamentalisten“, sicherlich vertiefen.


 

2. Der Weg der wahren Gemeinde in den endzeitlichen Verführungen



Die Endzeit mit ihren zunehmenden Verführungen ist für alle wahren Gläubigen eine ernste Zeit der Prüfung und Bewährung. In der Auseinandersetzung mit den um sich greifenden kräftigen Irrtümern wird offenbar, wie wir zu dem Herrn und Erlöser und zu der göttlichen Wahrheit der Bibel stehen. Es zeigt sich, wer dem Herrn treu nachfolgt und wessen Bekenntnis der Bibeltreue nur ein Lippenbekenntnis ist. Es kommt ans Licht, ob wir bereit sind, mit dem verworfenen Herrn Jesus Christus Schmach zu leiden und außerhalb des religiösen Lagers unseren Platz einzunehmen, oder ob wir lieber in der toleranten Gemeinschaft des prinzipienlosen modernen Evangelikalismus mitschwimmen, akademische Ehren anstreben oder Unterschlupf in der politisch anerkannten Ökumene der Namenschristen suchen wollen.

So ist auch das Auftreten der Emerging-Church-Strömung eine Herausforderung und Prüfung für die Evangelikalen, die zumindest in ihrem Bekenntnis noch am biblischen Evangelium festhalten wollen. Wo stehen die Evangelikalen wirklich? Es ist im Grunde ein Skandal, daß der Auftritt Brian McLarens in Hamburg unter der Schirmherrschaft der „Koalition für Evangelisation“ stattfinden konnte, und daß evangelikale Einrichtungen wie das Chrischona-Werk in der Schweiz oder das Marburger Bibelseminar bekannten Irrlehrern aus dieser Bewegung eine Gelegenheit zur Verbreitung ihres Giftes gegeben haben.

Der moderne Evangelikalismus, der schon weit von der biblischen Wahrheit abgedriftet ist und sich der Welt angepaßt hat, besitzt keine geistliche Klarheit und Kraft mehr, sich gegen Verführungsströmungen wie die Emerging Church klar abzugrenzen. Es steht zu befürchten, daß sich noch viele neue Evangelikale durch den Virus der Emerging-Church-Lehren anstecken lassen und daß dieser Einfluß die ohnehin bereits wirksamen Tendenzen zum Abfall vom Glauben im modernen Evangelikalismus noch verstärken.

Die Endzeit ist eine Zeit, in der der Druck auf die echten, noch der Bibel treuen Gläubigen stärker werden wird – der Druck, sich doch der veränderten Zeit anzupassen, die Ärgernis erregenden Elemente unseres Glaubens und unserer Botschaft abzuschaffen und durch „zeitgemäße“, der heutigen „Toleranz“ und Beliebigkeit angepaßte Lehren und Praktiken zu ersetzen.

Solche biblischen Lehren wie die Sechstageschöpfung, der Sündenfall, die Heiligkeit und das Zorngericht Gottes, die ewige Verdammnis der gottlosen Menschen, die Verwerfung von Unzucht und Homosexualität, die Absonderung der Gemeinde von der Welt erregen in unserer heutigen neuheidnischen Gesellschaft zunehmend Anstoß. Sie werden mehr und mehr zum Anlaß genommen, bibeltreue Christen als „fanatische Fundamentalisten“ auszugrenzen oder sogar zu verfolgen. Sie stehen dem „positiven Bemühen“ im Weg, durch die Vereinigung aller Menschen und aller Religionen endlich das Leid und die Zerrissenheit der Menschheit zu heilen und eine bessere, menschenwürdige Gesellschaft für alle zu erreichen. Es wird schwerer, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Die wahre Gemeinde wird zum isolierten Außenseiter, vielleicht bald zum Buhmann.

Und dennoch bleibt unser Auftrag bestehen, als Licht der Welt, als brennende und leuchtende Zeugen des uralten, immer noch kraftvollen, rettenden Evangeliums dem Herrn zu dienen, der uns mit Seinem Blut so teuer erkauft hat. Das Wort Gottes sagt uns ganz klar, daß dem echten Evangelium immer Verständnislosigkeit und Widerstand entgegenschlägt – „den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit“ (1Kor 1,23). Aber um keinen Preis dürfen wir diese von Gott durch den Apostel Paulus gegebene Botschaft abändern, ihre Schärfe und Anstößigkeit mildern.

Ja, wir sollten uns bemühen, den skeptischen postmodernen Menschen diese Botschaft in Liebe, mit guten, geistgewirkten Argumenten verständlich zu machen – aber wir dürfen keinerlei Abstriche davon machen. Wir dürfen auch nicht davon abgehen, daß der Glaube auch bei postmodernen Menschen aus der Verkündigung des Bibelwortes kommt – nicht aus Rockmusik, Meditation, katholischer Liturgie oder okkulten Erlebnissen.

Dort, wo Gottes Geist wirkt, bekehren sich auch heute noch Menschen – aus den unwahrscheinlichsten Lebenswegen und Verstrickungen heraus. Wir dürfen auf die Kraft Gottes, auf die innewohnende Kraft des „Wortes vom Kreuz“ vertrauen. Wir können nicht mehr damit rechnen, große Massen zu erreichen.

Wer dies heute unbedingt will, kommt schnell dahin, unzulässige Zugeständnisse in der Botschaft und den Methoden der Evangeliumsverkündigung zu machen. Die entartete Weltkirche, und dazu zählt die Emerging Church, mag mit ihren weltlichen Methoden viele erreichen – aber sie zieht sie nur in den Abgrund des Verderbens mit ihrem falschen Evangelium. Wenn wir das echte Evangelium bezeugen, haben wir sicherlich keinen Massenzulauf, dafür aber echte Bekehrungen, deren Frucht in Ewigkeit bleibt!

Heute ist aber auch eine Zeit, in der wir uns besonders an den unveränderten Auftrag Gottes für uns erinnern solten, ein heiliges Volk für unseren Gott zu sein, ein heiliges Priestertum, berufen, Gott geistliche Opfer darzubringen (1Pt 2,5). Die Gemeinde darf sich nicht der Welt anpassen, darf sich nicht mit der Welt vermischen. Sie kann nur in der konsequenten Absonderung von dem sündigen Namenschristentum geistlich überleben:

„Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!“ (2Kor 6,14 - 7,1)

Heute ist auch die Zeit, wo die Gemeinde besonders ihren Auftrag festhalten muß, „der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit“ zu sein (1Tim 3,15). Wenn die ewige, unveränderliche, absolute und von Gott geoffenbarte Wahrheit der Bibel auch von solchen angegriffen wird, die sich „evangelikal“ nennen, dann sind wir gerufen, solche Angriffe entschieden zurückzuweisen und mutig für Gottes heilige Wahrheit zu kämpfen. Heute ist weniger denn je die Zeit für vornehme „evangelikale Correctness“, höflichen Dialog und friedliche Koexistenz mit den Feinden der biblischen Wahrheit.

„Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, daß ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist.“ (Judas 3)

Uns ist ein Kampf aufgetragen – nicht mit weltlichen, diesseitigen Waffen, sondern mit der geistlichen Waffe der entschiedenen Verkündigung des Wortes und des Gebets. Gläubige Christen waren nie Verfechter der Verfolgung anderer Religionen und Glaubensüberzeugungen – aber sie waren immer entschiedene Verteidiger der einzigartigen Wahrheit der Bibel, Zeugen ihres Herrn Jesus Christus, der der einzige Retter ist, der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Echte Christen zwingen niemandem ihren Glauben auf – aber sie sind auch nicht bereit, ihr klares Zeugnis für das Wort Gottes und den Sohn Gottes gegen einen faulen Frieden und einen widergöttlichen „Dialog zwischen den Religionen“ einzutauschen. Das wird ihnen zunehmend Schmach und Verfolgung einbringen, aber dazu sind wir berufen, und wir sollten bereit sein, dies in der Kraft unseres Herrn zu tragen.

Die zunehmenden Verführungs- und Abfallstendenzen im heutigen Evangelikalismus sollten all jene wahren Gläubigen zum Aufwachen bringen, die sich noch in dieser unbiblischen, durch faule Kompromisse und Vermischung gelähmten Bewegung zuhause fühlen. In den Kämpfen, die in der Endzeit auf uns zukommen, wird diese Bewegung nicht standhalten, nicht die Treue bewahren können, und alle, die in ihr bleiben, laufen Gefahr, dadurch großen Schaden zu nehmen.

Die einzige Alternative zu den immer ernsteren Verführungstendenzen ist die Umkehr zu einem bewußten, einfältigen bibeltreuen Glauben, der den Kampf nicht scheut und die Absonderung von der Irrlehre und der Welt praktiziert, ohne in sektiererische innere Streitigkeiten zu verfallen. Nur solche in Liebe und Glaubwürdigkeit praktizierte Bibeltreue gibt noch die Kraft, ein klares Zeugnis für unseren Herrn und Erlöser ablegen.

Die Verführungswelle der Emerging Church sollte uns aufrütteln, damit wir den gewaltigen geistlichen Kampf klar sehen, der sich in dieser letzten Zeit um unsere Jugend abspielt. Es ist besonders die jüngere Generation, die anfällig ist für das Gedankengut dieser Strömung. Der Feind hat besonders jüngere Christen im Visier, von denen viele noch gar nicht wirklich wiedergeboren sind, andere noch ungefestigt, noch nicht erfahren in der Nachfolge, noch nicht fest gegründet im Wort Gottes. Gerade auf solche machen die lockeren, „geistreichen“, zeitgemäßen Sprüche der Emerging-Church-Verfechter einen gewissen Eindruck. Die Verlockung, mit dieser angepaßten Strömung zu schwimmen, die einem die Verachtung und Ablehnung der Kumpels erspart, die Isolation, den Kampf um Heiligung und gegen die eigenen weltlichen Begierden – diese Verlockung dürfen wir nicht unterschätzen.

Zuallererst sollten wir viel mehr für die jüngere Generation von Christen beten, den Herrn anflehen, daß Er noch mächtig an solchen wirkt und durch Seinen Heiligen Geist echte Überführung, Buße und Bekehrung, wahren Glauben und wirkliche Heiligung an jungen Christen wirkt. Zum anderen sollten wir auf eine tiefe und klare Evangeliumsverkündigung achten, auf eine gute Belehrung junger Christen im Wort Gottes und eine geistliche Begleitung durch die manchmal schwierigen, umkämpften Anfangsjahre im Glauben.

Wir sollten ein offenes Herz für die jungen Leute haben und bestrebt sein, ihnen den Weg echter Christusnachfolge glaubwürdig vorzuleben und ihnen den wahren Herrn Jesus Christus und Sein kostbares Wort lieb zu machen, damit sie den echten, schmalen Weg gehen und nicht weggelockt werden können auf den breiten Weg, der ins Verderben führt. Für uns alle, jung und alt, gilt besonders in der heutigen Zeit die Aufforderung des Wortes Gottes:

„Ihr aber, Geliebte, da ihr dies im voraus wißt, so hütet euch, daß ihr nicht durch die Verführung der Frevler mit fortgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert! Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.“ (2Pt 3,17-18)
„Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist; bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes und hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. Und erbarmt euch über die einen, wobei ihr unterscheiden sollt; andere aber rettet mit Furcht, indem ihr sie aus dem Feuer reißt, wobei ihr auch das vom Fleisch befleckte Gewand hassen sollt. Dem aber, der mächtig genug ist, euch ohne Straucheln zu bewahren und euch unsträflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu stellen, dem allein weisen Gott, unserem Retter, gebührt Herrlichkeit und Majestät, Macht und Herrschaft jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“ (Judas 20-25)




Hier können Sie das ganze Buch als PDF lesen, aus dem dieser Auszug stammt


Weiterführende Literatur:
 
 
Rudolf Ebertshäuser: Zerstörerisches Wachstum. Wie falsche Missionslehren und verweltlichte Gemeindebewegungen die Evangelikalen unterwandern. Steffisburg (Edition Nehemia) 3. Aufl. 2015; gebunden, 544 S.
 
Rudolf Ebertshäuser: Aufbruch in ein neues Christsein? Emerging Church - Der Irrweg der postmodernen Evangelikalen. Steffisburg (Edition Nehemia) 2008, Taschenbuch, 256 S.
 
Rudolf Ebertshäuser: Soll die Gemeinde die Welt verändern? Das "Soziale Evangelium" erobert die Evangelikalen. Steffisburg (Edition Nehemia) 2014, Taschenbuch, 276 S.
 

Material auf den Webseiten www.das-wort-der-wahrheit.de und www.distomos.blogspot.de
 
 
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