Das Wesen der Gemeinde Gottes

 
 
Die wahre Gemeinde Gottes (Apg 20,28; 1Kor 10,32; 11,22; 15,9; Gal 1,13; 1Tim 3,5.15) ist ein Wunderwerk Gottes. Sie wird „Gemeinde“ oder „Versammlung“ genannt, griechisch ek-klesia, die herausgerufene Versammlung, die Gott berufen und geheiligt hat, die Christus angehört und die durch den Heiligen Geist gebildet und geformt wird. Die Gemeinde unterscheidet sich grundlegend vom alten Bundesvolk Israel, das unter dem Gesetz war (vgl. Röm 10,4; 2Kor 3,6-11; Eph 3,1-11); in ihr formen Juden und Heiden eine neue Heilskörperschaft, den Leib des Christus (vgl. Röm 12,5; Eph 1,22-23; 1Kor 12,12-27).
 
Die wahre Gemeinde Gottes besteht nur aus Menschen, die sich aufgrund einer wahren Buße und Herzensumkehr zu Jesus Christus als ihrem Herrn und Erlöser bekehrt und Ihn im Glauben angenommen haben. Solche empfangen das Gnadengeschenk der Neugeburt oder Neu-Zeugung (oft auch Wiedergeburt genannt); sie empfangen den Heiligen Geist, der sie in der biblischen Taufe des Geistes in den einen Leib des Christus hineinfügt (1Kor 12,13). Diese Glieder der Gemeinde waren alle einst Kinder Adams und als solche gehörten sie dieser gottfeindlichen Welt an (vgl. Röm 5,12-21; Eph 2,1-3.11-12). Nun aber sind sie in Christus (vgl. u.a. Röm 6,3; 1Kor 1,2.30; Gal 1,22), durch den Herrn gerechtfertigt, geheiligt und herausgerettet aus dieser bösen Welt und aus dem Machtbereich des Satans (1Kor 6,11; Gal 1,4; Kol 1,13).
 
Durch die Gemeinschaft mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus, der in den Himmeln erhöht ist, ist die wahre Gemeinde herausgenommen aus dieser Welt, geheiligt und getrennt von dem unheiligen Schlamm der Sünder dieser Welt. Sie gehört Christus an als die bluterkaufte, makellose Braut, die Sein ewiges Eigentum ist (vgl. 2Kor 11,2; Eph 5,25-27; Offb 21,2.9-10).
 
Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen. (2Kor 11,2)
 
Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. (Eph 5,25-27)
 
Die Gemeinde wird auch als das neue, himmlische Eigentumsvolk Gottes und des Christus bezeichnet:
 
Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun. (Tit 2,11-14)
 
Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht … (1Pt 2,9)
 
Die Gemeinde ist auch der heilige Tempel Gottes oder das Haus Gottes auf Erden, d.h. der auserwählte und geheiligte Ort, wo der lebendige Gott gegenwärtig ist und wohnt und verehrt wird (vgl. auch 1Pt 2,4-5; 1Tim 3,15):
 
So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist. (Eph 2,19-22)
 
Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und daß der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr. (1Kor 3,16-17)
 
Zugleich ist die Gemeinde auch die heilige Priesterschaft, die in diesem Haus den wahren Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten darf und Ihm geistliche Opfer darbringt (vgl. auch 1Pt 2,9; Hebr 10,19-22):
 
Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, so laßt auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. (1Pt 2,4-5)
 
Die beiden Berufungen als Haus Gottes und als heiliges Priestertum werden zusammengesehen in dem bemerkenswerten und wichtigen Wort aus dem 2. Korintherbrief, das der Gemeinde eine radikale Absonderung von der Welt und auch von allem weltlichen „Christentum“ aufträgt:
 
Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. (2Kor 6,14-18)
 
 

a) Das Verhältnis der Gemeinde zur Welt: Fremdlingsschaft

 
Wie also soll sich die Gemeinde zu der sie umgebenden gottlosen Welt verhalten? Wir haben ständig Berührung mit ihr, und das ist von Gott durchaus so gewollt, denn sonst müßten wir aus der Welt hinausgehen (vgl. 1Kor 5,9-10). Die Flucht ins Kloster war nie eine gottgewollte Lösung – denn mit unserem adamitischen Fleischeswesen nehmen wir ja die Welt auch mit hinter die Klostermauern. Andererseits sind wir, wenn wir unsere heilige Berufung ernstnehmen und nach dem Wort und Willen Gottes in der Welt leben, ständig ein Fremdkörper und sogar ein Ärgernis für die Welt.
 
Was ist nun Gottes Wille für die Gemeinde in der Welt? Ein Schlüsselbegriff in diesem Zusammenhang ist die Fremdlingsschaft. Ihn finden wir vor allem im 1. Petrusbrief, der auch ein Schlüsselbrief für unser Thema ist und sehr viele Lehren und Ermahnungen über unser Verhältnis zur Welt enthält. Schon der erste Vers beginnt: „Petrus, Apostel Jesu Christi, an die Fremdlinge in der Zerstreuung in Pontus, Galatien …“. Der Fremdling ist ein rechtloser Ausländer, der kein Bürgerrecht und keinen Erbbesitz im Land hat und dessen Aufenthalt nur geduldet wird; auch der verwandte Begriff „Gäste“ bzw. „Wanderer“ drückt etwas Ähnliches aus. Es geht um solche, deren Heimat woanders ist, die keinen Anteil haben am öffentlich-politischen Gemeinwesen und auch keinerlei entsprechenden Rechte und Pflichten besitzen, sondern nur geduldete Durchreisende auf dem Weg zu ihrem eigentlichen Vaterland sind.
 
Als gehorsame Kinder paßt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben: »Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!« Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach dem Werk jedes einzelnen, so führt euren Wandel in Furcht, solange ihr euch hier als Fremdlinge aufhaltet. Denn ihr wißt ja, daß ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid aus eurem nichtigen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes. (1Pt 1,14-19)
 
Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung. (1Pt 2,11-12)
 
Hier wird ganz bewußt eine Brücke geschlagen zu den Gläubigen des Alten Testaments, besonders zu Abraham, der ein Fremdling im Land Kanaan war (vgl. 1Mo 17,8; 20,1). Diese Parallele wird weiter ausgeführt in dem bemerkenswerten Abschnitt über die Glaubenshelden in Hebräer 11:
 
Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheißene empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und waren davon überzeugt, und haben es willkommen geheißen und bekannt, daß sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden; denn die solches sagen, geben damit zu erkennen, daß sie ein Vaterland suchen. Und hätten sie dabei jenes im Sinn gehabt, von dem sie ausgegangen waren, so hätten sie ja Gelegenheit gehabt, zurückzukehren; nun aber trachten sie nach einem besseren, nämlich einem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden; denn er hat ihnen eine Stadt bereitet. (Hebr 11,13-16)
 
Als Gläubige sind wir Fremdlinge auf Erden, die hier kein Erbteil haben; unser Erbteil ist Christus im Himmel, und dort ist auch unsere Heimat, unser Bürgertum, das Gemeinwesen, dem wir angehören. Das wird betont in einem Wort des Apostels Paulus, das für unser Thema von zentraler Bedeutung ist und auf das wir noch zurückkommen werden. Schon in apostolischer Zeit gab es in der Gemeinde Leute, die den Sinn der Gläubigen auf irdische Dinge lenken wollten. Solchen Ansichten widerspricht der Apostel ernst und entschieden. Er warnt die Gotteskinder vor der schrecklichen Gefahr, nach einem besseren Leben und besseren Verhältnissen auf Erden zu streben statt nach den himmlischen Dingen:
 
Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus; ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt. Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, so daß er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann. (Phil 3,17-21)
 
Diese grundlegende Aussage über die geistliche Ausrichtung der wahren Gläubigen in bezug auf Irdisches wird noch unterstrichen durch das verwandte Wort im Kolosserbrief:
 
Wenn ihr nun mit Christus den Grundsätzen der Welt gestorben seid, weshalb laßt ihr euch Satzungen auferlegen, als ob ihr noch in der Welt lebtet? (…) Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Wenn der Christus, unser Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. (Kol 2,20 – 3,4)
 
Wir sollen uns also nicht in das irdische Treiben dieser Welt, in ihre Jagd nach Reichtum, Macht und Selbstverwirklichung hineinmischen, sondern unser Auftrag ist es, dem ewigen Gott priesterlich zu dienen und den sündigen Menschen das Evangelium von der ewigen Errettung zu bezeugen. Die Jagd nach irdischem Lebensglück und besseren Lebensverhältnissen auf Erden ist im Grunde dem Streben nach ewigem Heil völlig entgegengesetzt und zerstörerisch für den wahren Glauben. Das gilt sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft; das gilt sowohl für die Teilnahme am Treiben der Reichen und Mächtigen wie auch für die sozialistische Solidarisierung mit den Armen und Entrechteten. Beidesmal geht es um irdische Dinge, die vom Evangelium ablenken. Darum hat schon unser Herr auf Erden gesagt:
 
Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden. Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? (Mt 16,24-26)
 
Es sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, daß er das Erbe mit mir teilen soll! Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt? Er sagte aber zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor der Habsucht! Denn niemandes Leben hängt von dem Überfluß ab, den er an Gütern hat. Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann? Und er sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter aufspeichern und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, iß, trink und sei guten Mutes! Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird gehören, was du bereitet hast? So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott! (Lk 12,13-21)
 
Die wahre Gemeinde ist berufen, in heiliger Absonderung von dem schmutzigen Treiben der Welt zu wandeln. Und das schließt die Politik mit ein, denn unter den Bedingungen des Sündenfalls ist Politik notwendigerweise ein „schmutziges Geschäft“, wie der Volksmund aus leidvoller Erfahrung sagt. In alles Streben nach Machtwechsel, Veränderungen, dem Ringen um die Berücksichtigung materieller Interessen verschiedener Bevölkerungsgruppen ist stets eine mehr oder minder große Portion Lüge und Trug, Machtpolitik und Intrige gemischt. Es ist interessant, daß die Ankläger des Paulus den Apostel zu einem politischen Agitator stempeln wollten, während Paulus selbst zu recht darauf hinweist, daß er rein geistliche und keine politischen Anliegen verfolgt hatte (vgl. Apg 24,1-21).
 
 
 

b) Das Verhältnis der Gemeinde zur Welt: Heiligung

 
Wenn jemand Christus angehört und ein Kind Gottes geworden ist, dann gehört er nicht mehr der Welt an; er ist aus der Welt herausgerettet, für Gott geheiligt (= abgesondert) und ein Fremdkörper für die sündige Welt, die ihn deshalb haßt. „Wenn ihr von der Welt wärt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus erwählt habe, darum haßt euch die Welt(Joh 15,19). Der Apostel Paulus bezeugt dies ernst und feierlich im Galaterbrief:
 
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters, dem die Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. (Gal 1,3-5)
 
Wir Gläubigen gehören innerlich, wesensmäßig nicht zu dieser Welt, sondern zu unserem verherrlichten Herrn. Wir sind ein himmlisches Eigentumsvolk mit himmlischer Berufung und himmlischen Segnungen.
 
Daher, ihr heiligen Brüder, die ihr Anteil habt an der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Christus Jesus … (Hebr 3,1)
 
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen [Regionen] in Christus, wie er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, damit wir heilig und tadellos vor ihm seien in Liebe. (Eph 1,3-4)
 
Gott aber, der reich ist an Erbarmen, hat um seiner großen Liebe willen, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren durch die Übertretungen, mit dem Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr errettet! - und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen [Regionen] in Christus Jesus, damit er in den kommenden Weltzeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erweise in Christus Jesus. (Eph 2,4-7)
 
In Johannes 17,5-26 gibt der Herr Jesus Christus uns eine sehr beherzigenswerte Lehre über unsere Stellung als Kinder Gottes zur Welt. Wir wollen daraus nur einige Verse anführen:
 
Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt haßt sie; denn sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, daß du sie aus der Welt nimmst, sondern daß du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. (Joh 17,14-18)
 
Gott beläßt uns in der Welt und Christus sendet uns in die Welt, damit wir Ihm priesterlich dienen und das Licht des Evangeliums in dieser Finsternis leuchten lassen. Das kann aber nur geschehen, wenn wir geheiligt sind durch das Wort Gottes. Gott will uns mitten in der Welt bewahren vor dem Bösen.
 
Der wahre Gläubige lebt geistlich gesehen nicht mehr in der Welt (Kol 2,20). Er bekennt mit dem Apostel Paulus: „Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt“ (Gal 6,14). Das Kind Gottes darf also wissen: Für mich ist die Welt gekreuzigt, d.h. verurteilt und hingerichtet, sie ist tot und hat mir nichts mehr zu sagen oder zu bieten. Umgekehrt bin ich auch für die Welt gestorben; ihre Reize und Versuchungen, ihr Appell, bei ihrem sündigen Treiben mitzumachen, stößt bei mir auf taube Ohren.
 
Denn es ist für uns genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens nach dem Willen der Heiden zugebracht haben, indem wir uns gehen ließen in Ausschweifungen, Begierden, Trunksucht, Belustigungen, Trinkgelagen und frevelhaftem Götzendienst. Das befremdet sie, daß ihr nicht mitlauft in denselben heillosen Schlamm, und darum lästern sie; sie werden aber dem Rechenschaft geben müssen, der bereit ist, die Lebendigen und die Toten zu richten. (1Pt 4,3-5)
 
Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist es, Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren. (Jak 1,27)
 
Auf der anderen Seite lehrt uns Gottes Wort sehr eindringlich, daß die Welt für die Gemeinde ein bitterer Fallstrick und eine gefährliche Verführungsmacht sein kann, wenn sich die Gläubigen nicht ihr gegenüber als gestorben betrachten und sich nicht absondern. Das Gotteskind, daß eigentlich als heilige Jungfrau dem Herrn verlobt ist und Ihm in einfältiger Hingabe und Keuschheit geweiht sein sollte, kann in seiner Gesinnung verdorben werden (2Kor 11,2-3) und eine Liebelei mit der Welt anfangen. Es kann sich nach den Dingen dieser Welt ausstrecken und sie liebgewinnen; es kann sich so in den Geschäften dieser Welt verlieren, daß das einen Treuebruch gegenüber Christus, unserem Herrn und Bräutigam bedeutet:
 
Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. (1Joh 2,15-17)
 
Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wißt ihr nicht, daß die Freundschaft (od. Sympathie, Liebschaft; gr. philia) mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes! (Jak 4,4)
 
Wenn wir die Lehre des NT über unsere Stellung und unseren Wandel in der Welt zusammenfassen, dann sehen wir, daß Gott uns gerade dadurch zu einem kraftvollen Zeugnis für Seinen Namen setzen will, daß wir konsequent abgesondert und für Ihn geheiligt leben mitten in einer Welt voller Zügellosigkeit und Sünde, voller Götzendienst und humanistischem Menschenkult.
 
Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen; sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit … (Tit 2,11-12)
 
Tut alles ohne Murren und Bedenken, damit ihr unsträflich und lauter seid, untadelige Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter welchem ihr leuchtet als Lichter in der Welt … (Phil 2,14-15)
 
Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Darum, Geliebte, weil ihr dies erwartet, so seid eifrig darum bemüht, daß ihr als unbefleckt und tadellos vor ihm erfunden werdet in Frieden! (2Pt 3,11-14)
 
 
 

c) Das Verhältnis der Gemeinde zur Welt:
Unterordnung unter ihre Obrigkeit und Einrichtungen

 
Wir sieht es aber mit der politischen und gesellschaftlichen Ordnung der Welt aus, in der wir als Christen leben? Hier sehen wir doch so viele Dinge, die in teilweise schreiendem Widerspruch zum Willen Gottes und Seinen Geboten stehen! Müssen wir uns da nicht politisch engagieren, um Mißstände anzuprangern, und uns aktiv für Reformen und die Verbesserung der Lebensverhältnisse einsetzen? Viele heutige, im Zeitgeist des Humanismus und der Demokratie erzogene Christen würden dies ohne weiteres bejahen. Ein Christ muß doch gegen Diskriminierung und Ausbeutung auftreten, gegen Machtmißbrauch und ungerechte Verhältnisse kämpfen!
 
Die klare und durchgängige Lehre des Neuen Testaments sagt hier aber etwas grundlegend anderes. Diese biblische Lehre ist für uns heutige Gläubige in manchem nicht leicht zu verstehen. Sie beruht auf einer gänzlich anderen Sichtweise dieser Welt und ihrer politischen Zustände, als wir es gewohnt sind – sie betrachtet die Welt nämlich aus göttlicher Sicht, während wir nur allzu leicht geneigt sind, sie aus rein menschlicher Sicht zu betrachten – so wie der Herr Jesus den Petrus tadeln mußte: „Du denkst nicht göttlich, sondern menschlich“ (Mt 16,23).
 
Wenn wir Gottes Ratschlüsse studieren, wie sie uns in der Bibel geoffenbart sind, dann erkennen wir, daß Gott bewußt und nach Seinem souveränen Willen diese Welt und die in ihr lebenden Menschen unter der Macht des Bösen und der Sünde gelassen hat, solange die gegenwärtige böse Weltzeit andauert (vgl. Eph 5,16; Gal 1,4). Gott hat bewußt darauf verzichtet, in dieser Weltzeit Seinen Willen und Seine Gebote durchzusetzen, wozu Er ja allezeit die Macht und Möglichkeit hätte. In dieser Weltzeit herrschen die Heidenvölker in der Welt (die „Zeiten der Heiden“; vgl. Lk 21,24; Daniel 7), und der Fürst dieser Welt herrscht aus der Luft über sie.
 
Gott ist dennoch der allerhöchste Herrscher über allem, aber Er läßt die Menschen heute in den schlimmen Lebensumständen, die durch ihre Sünde hervorgerufen werden. Gott benutzt das Leid, das durch Ungerechtigkeit und Machtmißbrauch, Ausbeutung und Armut, Bosheit und Krankheit entsteht, um Menschen dazu zu führen, daß sie Heil und Errettung bei Christus suchen. Die Menschen müssen ernten, was sie durch die Sünde gesät haben (Gal 6,7).
 
Heute ist es nicht Gottes Absicht, Sein Reich aufzurichten, in dem Sein Wille mit göttlicher Autorität einmal in der Welt durchgesetzt werden wird; heute ruft Gott durch die Verkündigung des Evangeliums von Christus sündige Menschen aus dieser gottfeindlichen Welt heraus und bringt sie in Seine Gemeinde, die eine heilige Schar von Fremdlingen ist.
 
Für die herausgerufene Gemeinde sind die sämtlich ungerechten und widergöttlichen Obrigkeiten und auch sozialen Verhältnisse, in denen sie lebt, kein Anlaß zu Protesten oder politischen Initiativen, die auf Reform zielen würden. Aus der Sicht Gottes sind ja Feudalismus und Kapitalismus, Sozialismus und „Soziale Marktwirtschaft“ allesamt nicht wirklich gerecht; sie bleiben als menschliche Einrichtungen weit hinter Gottes Maßstäben zurück.
 
Doch die Gemeinde hat keinen Auftrag, hier etwas zu verändern. Sie hat den Auftrag, das Heil in Christus zu bezeugen. Sie dient dem von der Welt verworfenen, gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus, der Seinen Platz in den Himmeln eingenommen hat. Sie bringt die sündigen Menschen, die im Leid dieser Welt nach Errettung suchen, mit dem verherrlichten Herrn im Himmel in Verbindung. Sie hat keinen Auftrag, diese gegenwärtige Welt zu verändern.
 
Daher ordnet sich die Gemeinde den bestehenden Verhältnissen unter und weist die Menschen auf das ewige Heil in Christus hin, anstatt sich für irgendeine Weltverbesserung einzusetzen. Dies tut sie nicht aus Gleichgültigkeit gegen die irdischen Nöte der Menschen, sondern weil sie weiß, daß auf dieser Erde, solange Christus noch nicht herrscht, keine Menscheninitiative wahre Gerechtigkeit oder wahren Frieden bringen kann.
 
Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten; und führt einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo sie euch als Übeltäter verleumden, doch aufgrund der guten Werke, die sie gesehen haben, Gott preisen am Tag der Untersuchung. Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung (oder Einrichtung) unter um des Herrn willen, es sei dem König als dem Oberhaupt oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun. (1Pt 2,11-14)
 
Eben weil wir Fremdlinge sind, die hier kein Bürgerrecht und keinen politischen Auftrag haben, sollen wir uns aller menschlichen Einrichtung unterordnen. So mahnt auch der Apostel Paulus die Korinther: „Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb [der Gemeinde] sind, daß ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, welche drinnen sind?“ (1Kor 5,12). Diese Unterordnung schließt die wirtschaftliche und soziale Ordnung ein, insbesondere aber die Obrigkeit, die in dem jeweiligen Land herrscht. Das finden wir auch sehr deutlich in Römer 13, wo der Apostel Paulus sehr klar macht, daß alle Obrigkeit, auch eine so willkürliche und widergöttliche wie die der damaligen römischen Kaiser, von Gott eingesetzt und zu respektieren ist (vgl. auch Tit 3,1-2):
 
Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt. Wer sich also gegen die Obrigkeit auflehnt, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst die Verurteilung zu.
 
Denn die Herrscher sind nicht wegen guter Werke zu fürchten, sondern wegen böser. Wenn du dich also vor der Obrigkeit nicht fürchten willst, so tue das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen! Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber Böses, so fürchte dich! Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; Gottes Dienerin ist sie, eine Rächerin zum Zorngericht an dem, der das Böse tut.
 
Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um des Zorngerichts, sondern auch um des Gewissens willen. Deshalb zahlt ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, die eben dazu beständig tätig sind. So gebt nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre gebührt. (Röm 13,1-7)
 
Zu den Obrigkeiten gehören aber auch die Großgrundbesitzer, die Firmenchefs, die Gerichte usw.; es ist damit jeweils das ganze soziale und politische Gefüge einer Gesellschaftsordnung gemeint. So haben sich die bibeltreuen Gläubigen nicht gegen den Feudalismus und das Königtum aufgelehnt, als diese von den Demokraten angegriffen wurden; sie haben sich in den kapitalistisch geprägten Demokratien untergeordnet und nicht auf deren Umsturz hingearbeitet, aber sie haben sich auch den sozialistischen Gesellschaften und ihren antichristlichen Obrigkeiten untergeordnet. Sie fügen sich in jede Gesellschaft ein, solange diese sie nicht zwingen will, Gott und Seinen Geboten untreu zu werden.
 
Nur in dem Bereich, wo die weltliche Obrigkeit versucht, die Kinder Gottes zum Sündigen gegen Gott zu zwingen oder sich in den Gottesdienst der Gemeinde einzumischen und die Verkündigung des Evangeliums zu hindern, gilt der heilige Grundsatz: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ (Apg 5,29). Aber auch dann ist niemals ein Aufruhr oder eine gewaltsame Aktion zulässig, sondern nur ein vom Gewissen gelenktes bewußtes Übertreten der entsprechenden obrigkeitlichen Gebote um Gottes Willen und ein stilles Erleiden der darauf folgenden Konsequenzen (vgl. als Vorbild Apg 4,18-21 und 5,26-42).
 
Genau aus dieser biblisch gebotenen Haltung heraus ist es auch zu erklären, daß wir im Wort Gottes keinen Protest gegen die heute von humanistischer Seite so entschieden verurteilte Einrichtung der Sklaverei hören. Überall, wo sich im NT die inspirierten Schreiber dazu äußern, enthalten sie sich jeglicher Kritik an der Sklaverei als solcher. Die gläubigen Herren sollen ihre Sklaven gerecht behandeln (Eph 6,9; Kol 4,1; Jak 5,4), aber es wird ihnen nicht geboten, sie freizulassen. Den Sklaven wird überall geboten, daß sie sich in ihr Los willig fügen und ihren Herren (auch den verkehrten) von Herzen gehorsam sind und ihnen bereitwillig dienen (vgl. u.a. Eph 6,5-8; Kol 3,22-25; Tit 2,9-10).
 
So werden die Gläubigen als Einzelne wohl aufgefordert, an allen Menschen Gutes zu tun, am allermeisten an den Hausgenossen des Glaubens (Gal 6,10; vgl. auch 1Thess 5,15), aber das geschieht auf einer persönlichen Ebene, als Taten der Barmherzigkeit an solchen bedürftigen Menschen, die in unserer Lebensumgebung sind und denen wir helfen können. In erster Linie sind überall Gläubige im Blickfeld, wenn es um gute Taten („gute Werke“; vgl. auch Tit 2,14; 3,1-8) geht (vgl. u.a. auch Röm 12,13; 1Tim 6,17-18; Hebr 13,16; Jak 2,14-16; 1Joh 3,17); aber in Röm 12,20 wird sogar dazu ermahnt, den Feinden und Verfolgern Gutes zu tun. Doch das hat überhaupt nichts zu tun mit einem politischen Engagement zur Veränderung ungerechter Verhältnisse.
 
Das ganze Zeugnis der Apostellehre ist eindeutig in seinem Gebot, daß sich die Gemeinde unter die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse unterordnen soll, und in seiner „einseitigen“ Ausrichtung auf das ewige Heil. Die Befürworter des „Sozialen Evangeliums“ haben deshalb große Mühe, überhaupt eine Aussage aus den neutestamentlichen Briefen in ihrem Sinne umzudeuten. Die Kinder Gottes sind berufen, Menschen aus ihren zeitlichen Nöten auf das ewige Heil in Christus hinzuweisen, statt sich im Machtkampf um zeitliche Gesellschaftsveränderung aufzureiben.
 
Diese Grundhaltung der Gemeinde ist ganz in Übereinstimmung mit der Lehre des Herrn Jesus, der bezeugte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde; nun aber ist mein Reich nicht von hier“ (Joh 18,36).
 
Ein gläubiger Christ würde das Evangelium von der ewigen Errettung im Grunde entwerten und relativieren, wenn er für Sozialreformen und eine „gerechtere Gesellschaft“ jetzt und hier auf dieser Erde kämpfen würde. Unser Herr hat doch so klar gelehrt: Denn was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sein Leben verliert? Oder was kann der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben?“ (Mt 16,26).
 
 

Gekürzter Auszug aus dem Buch: Rudolf Ebertshäuser, Soll die Gemeinde die Welt verändern?, S. 25-41.
 
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