Auf-gelesen Mai 2016

21.05.2016 | 12:16  Uhr

Ein Video des Papstes verrät die Religionsvermischung als Strategie der römischen Kirche

Ein Youtube-Video des Papstes Franziskus sorgt für Aufregung und Diskussionen. Darin bekennt sich das Oberhaupt der römischen Kirche recht eindeutig dazu, daß die verschiedenen Religionen nur unterschiedliche Wege zu demselben Gott seien. Das als Aufruf zum Gebet für das Gelingen des Dialogs zwischen den Religionen aufgemachte Video zeigt zu den Hintergrundäußerungen des Papstes vier Vertreter von Weltreligionen, die ihren jeweiligen Glauben bekennen – eine Buddhistin, einen muslimischen Imam, einen jüdischen Rabbi und einen katholischen Priester. Später sagen sie alle: „Ich glaube an die Liebe“. Und der Papst erklärt, es gebe eine Gewißheit, an der alle festhielten: „Wir sind alle Kinder Gottes“. Zum Schluß halten die vier Religionsvertreter jeder ein Symbol seines Glaubens zusammen in das Bild.

Mit diesem Video macht der Papst offen Werbung für den von der römischen Kirche vorangetriebenen Dialog zwischen den Weltreligionen. Sein betrügerisches Bekenntnis „Wir sind alle Kinder Gottes“ macht deutlich, daß Rom bei diesem Dialog auf die Irrlehre zurückgreift, daß Gott der Vater aller Menschen sei und daß es viele Wege zu Gott gebe. Dieses sehr offenherzige Papstvideo hat andererseits den katholisch-charismatischen Theologen Dr. Johannes Hartl nervös gemacht, der sich bemüht, evangelikale Christen für die Gemeinschaft mit der römischen Kirche zu gewinnen. In seinem Kommentar versuchte Hartl darzustellen, weshalb das Video scheinbar das nicht sage, was es ganz offensichtlich und eindeutig aussagt. Hartl betonte, der Papst habe sich mehrfach für das biblische Evangelium ausgesprochen, daß nur der Glaube an Jesus Christus rette; das Video sei mißverständlich.

Doch das ist ein untauglicher Versuch, Franziskus als „Evangelikalen“ hinzustellen. Die verführerische Dialektik der römischen Kirche erlaubt es deren Vertretern, je nach Bedarf die eine oder andere „Wahrheit“ zu bekennen und zu betonen, so wie es ihre irreführenden Strategien erfordern. Nein, der Video hat den Papst entlarvt; bei allen „evangelikalen“ Lippenbekenntnissen arbeitet er genauso entschieden am der Entstehung einer babylonischen Welteinheitsreligion unter römischer Führung wie seine Vorgänger.


Quelle: Biblisch glauben – denken – leben 110 / März 2016
 
 

Pfingstlerischer Gründer der Hillsong-Gemeinde betrieb Kindesmißbrauch

Immer wieder werden abgründige Tatbestände offenbar, die zeigen, daß gerade besonders „gesalbte“, von dem irreführenden Pfingstgeist erfüllte Figuren aus der Pfingst- und Charismatischen Bewegung besonders perverse Sünden begehen und teilweise jahrelang darin leben, während sie nach außen den Anschein auserwählter vollmächtiger Werkzeuge Gottes erwecken.

So wurde vor Jahren offenbar, daß einer der prominentesten und am meisten gefeierten Propheten aus Kansas City, Paul Cain, hinter seiner ultrageistlichen Fassade ein verdorbenes Leben mit Alkoholismus und homosexuellen Beziehungen pflegte. Später stürzte der Megagemeinden-Pastor und ultracharismatische Leiter eines Gebetszentrums, der damalige Vorsitzende der National Association of Evangelicals, Ted Haggart, über eine Affäre mit einem homosexuellen Prostituierten. In Deutschland stürzte ein bekannter charismatischer Leiter, der sich als „Apostel für Deutschland“ ausrufen hatte lassen, nachdem bekannt wurde, daß er mit mehreren Frauen über Jahre hinweg Ehebruch getrieben hatte.

Nun wurde durch den heutigen Führungspastor der weltweit bekannten Hillsong-Gemeindebewegung, Brian Houston, bekannt, daß dessen Vater William Francis Houston (1922-2004), der Mitbegründer der charismatischen „Hillsong“-Gemeinde und damalige Präsident der pfingstkirchlichen „Gemeinde Gottes“ in Australien, jahrelang Dutzende von Jungen mißbraucht hatte. Als das bekannt wurde, suspendierte der Sohn seinen Vater vom Predigtdienst.

Aber die von dem falschen Geist irregeführten Charismatiker versäumen regelmäßig eine tiefer schürfenden Aufarbeitung solcher schrecklichen Affären. Wie kann es sein, daß diese „gesalbten Diener Gottes“ über Jahrzehnte in der Mitte der Charismatiker geweissagt hatten, Hände aufgelegt und „gesegnet“ hatten, Visionen empfangen und Gemeinden geründet hatten, während sie in schlimmsten Sünden lebten?

Wie kann dieser charismatische Irrgeist der wahre Heilige Geist sein, wenn er solche Sünden zudeckt und ermöglicht und durch die prominenten Sünder weiter seine „Kraftwirkungen“ hervorbringt? Wie kann dieser Geist machtvoll wirken durch Visionen und Wunderkräfte, während die „Geistesträger“ Greuelsünden begehen? Wenn es sich um den wahren Heiligen Geist handeln würde, dann hätte dieser sich von solchen unwürdigen Leuten längst zurückgezogen oder sie zum Bekenntnis ihrer Sünden gebracht! Von daher sollten alle bewußten Christen tiefer nachdenken und geistlich prüfen, wen sie solche Dinge hören, und die Konsequenzen ziehen.

Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. (1Joh 4,1)
 

Quelle: „Buch enthüllt: Hillsong-Mitbegründer ‚Bischof‘ Houston mißbrauchte viele Jungen“, in: ideaSpektrum 16 / 2016, S. XX.
 
 

Thorsten Hebel – der „Evangelist“, der seinen evangelikalen Glauben ablegte

Thorsten Hebel zählt zu den bekannteren jüngeren „Evangelisten“ in der evangelikalen Bewegung; er hat sich besonders durch seine Botschaften bei dem Pro-Christ-Jugendevent „Jesus House“ bei vielen Christen einen Namen gemacht. Vor einiger Zeit hat er durch die Veröffentlichung eines Bekenntnisbuches von sich reden gemacht, in dem er sich von seinem traditionellen evangelikalen Glauben distanziert und bekennt: „Mein Glaube an Gott war irgendwann weg“.

In einem Idea-Interview sagte Hebel, der heute eine sozialdiakonische Arbeit unter Berliner Jugendlichen leitet: „Auf meiner Glaubensreise hatte ich ein spirituelles Erlebnis, mit dem ich nicht gerechnet habe. Ich habe eine ganz neue Weite gefunden, ein Bewußtsein für die Gegenwart Gottes in meinem Leben“. Später führt er aus, er habe „das Bewußtsein, daß ich von Gott umgeben bin, eine allgegenwärtige, liebende Präsenz, die ich nicht verlassen kann – egal, wohin ich in meinem Leben noch laufe. (…) Es geht also nicht darum, daß ich den dreieinigen Gott erst finden muß – er ist doch längst da“. Auf den ganz berechtigten Einwand des Interviewenden: „Das klingt etwas esoterisch“ antwortet Hebel: „Nein, das ist christliche Mystik (…) Ich bade in der Präsenz Gottes: Gott in dir und du in Gott“.

Dieses offenkundig esoterische und mystische, von einem trügerischen Geist gewirkte Erlebnis hat Hebel von seinem herkömmlichen, modern-evangelikal geprägten Glauben entfremdet. Ganz offenkundig war dieser „Glaube“ nicht wirklich biblisch und geistlich gegründet, sondern seelisch und oberflächlich. Nun bekennt Hebel, er empfinde die Aufrufe zur Bekehrung bei Pro Christ als manipulativ, und er meint: „Ich glaube nicht, daß wir ständig hören müssen, was falsch ist und daß wir Sünder sind. Anstatt sich dauernd mit Hölle und Gericht zu beschäftigen, setze ich auf eine wertschätzende, positive Kommunikation. Ich setze auf die Stärken der Menschen.“

Hebel folgt damit einem gewissen Trend, wie auch Christina Brudereck und andere: man kehrt sich ab vom traditionellen Evangelikalismus und der wendet sich hin zum heidnisch-esoterischen Gedankengut der Emerging Church. Hebels neue esoterische Religion hat mit dem biblischen Christusglauben nichts mehr zu tun; er hat sich von der rettenden Gnade in Christus abgewandt, die er mit seinen Lippen bekannt hatte, ohne sie je wirklich erfaßt zu haben, um nun auf die trügerische Stimme mystischer Geister zu hören.

Das wird ihm in der heutigen evangelikalen Szene kaum schaden, die insgesamt für solche verführerischen Einflüsse immer offener ist. Hebel ist jedenfalls immer noch als Mitglied des Christival-Leiterkreises aufgeführt.

 
Quelle: „Der Evangelist, der seinen Glauben verlor“ Interview mit Thorsten Hebel; in: IdeaSpektrum 6/2016, S. 16-18
 
 

 
Mormonen lehren beim Willow Creek-Kongreß

Eigentlich sollte es gar nicht herauskommen: Die Leitung des Willow-Creek-Kongresses hat diskret verschwiegen, wer da Mitte Februar 2016 auf dem deutschen Willow-Kongreß in Hannover als Referent auftrat: Man hatte nach dem Vorbild der amerikanischen und internationalen Willow-Kongresse zwei prominente Mormonen als Hauptreferenten eingeladen, also Leute, die sich offen als Mitglieder der Sekte „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ bekennen:
 

* Joseph Grenny, amerikanischer Unternehmensberater und Bestsellerautor, sprach über die Themen „Einfluss gewinnen“ und „Schwierige Gespräche führen“

* Liz Wiseman, Managerin und Buchautorin, sprach über „Die Klugheit der Anfänger“

Die Mormonen sind eine auf den okkulten Offenbarungen des „Buches Mormon“ beruhende Sekte, die unter anderem behauptet, „Gott“ habe sich aus einem Menschen höherentwickelt, die die ewige Gottheit Christi ablehnt, Sein Sühnopfer verfälscht, einen spiritistischen Totenkult betreibt („Totentaufe“) und lehrt, daß jeder Mormone ein „Gott“ werden könne (eine Irrlehre, die auf die Lüge Satans in 1Mo 3,4 zurückgeht). Wer solche Irrtümer bewußt glaubt und verkündet, dürfte eigentlich auf einer evangelikalen Schulungsveranstaltung nichts verloren haben.
 
Wenn jemand fremde Lehren verbreitet und nicht die gesunden Worte unseres Herrn Jesus Christus annimmt und die Lehre, die der Gottesfurcht entspricht, so ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgefechten, woraus Neid, Zwietracht, Lästerung, böse Verdächtigungen entstehen, unnütze Streitgespräche von Menschen, die eine verdorbene Gesinnung haben und der Wahrheit beraubt sind und meinen, die Gottesfurcht sei ein Mittel zur Bereicherung - von solchen halte dich fern! (1Tim 6,3-5)

Einen sektiererischen Menschen weise nach ein- und zweimaliger Zurechtweisung ab, da du weißt, daß ein solcher verkehrt ist und sündigt und sich selbst verurteilt hat. (Tit 3,10-11)

Aber die modernen Evangelikalen haben ohnehin jede Abgrenzung von Irrlehren weitestgehend aufgegeben. Die amerikanische Allianz-Organisation NAE hat schon Gespräche mit den Mormonen über eine Zusammenarbeit geführt.

Wie sollen Irrlehrer, die einen anderen Jesus verkünden (2Kor 11,4) und den Geist Gottes nicht haben (Jud 1,19), gute Ratschläge für biblischen Gemeindebau geben? Aber es geht bei Willow Creek ja nicht um den Bau der wahren Gemeinde Jesu Christi, sondern um den Bau der weltlichen abgefallenen Babylonskirche. Daß Bill Hybels und seine Willow-Creek-Organisation mit solchen offenen Irrlehrern zusammenarbeitet, zeigt einmal mehr, was für einen irreführenden und glaubenszerstörenden Weg sie eingeschlagen haben.

Das zeigt sich übrigens auch an anderen Referenten auf dem Kongreß: Neben den beiden Mormonen präsentierte man dort auch den katholischen Extremcharismatiker Dr. Johannes Hartl, der über das Thema „Existenzielles Gebet“ referierte, die extremcharismtische Christine Caine von der australischen „Hillsong“-Gemeinde („In der Dunkelkammer Gottes“), sowie den charismatisch-emergenten Leiter der ICF, Leo Bigger, dessen Thema „Einfach von Gott reden“ lautete.
 

Quellen: Michael Kotsch: „Sektierer als Gastredner beim Willow-Creek-Kongreß in Hannover“, in: Bibel und Gemeinde 2/2016, S. 5-9; Lothar Gassmann (Hrsg.): Kleines Sekten-Handbuch, Schacht-Audorf (MABO) 2005; http://www.willowcreek.de/kongresse/leitungskongress/programm/
 
 
 
Markus Kalb wechselt von Wiedenest zum ICF
 
Die Nachricht wurde eher nebenbei in IdeaSpektrum vermeldet: Markus Kalb (39), langjähriger Jugendreferent des evangelikalen Werkes Forum Wiedenest, verläßt das den Brüdergemeinden im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zugehörige Werk nach 13 Jahren. Und wohin zieht es diesen Mann, der für die charismatische und missionale Irreführung tausender Jugendlicher verantwortlich war? Kalb geht zur evangelischen Freikirche International Christian Fellowship (ICF/Internationale Christliche Gemeinschaft) nach München, wo für den Bereich Gemeindegründung zuständig sein wird.

Dieser Wechsel zeigt dem kritischen Beobachter noch einmal, wie eng die Verflechtung unter den missional-emergenten Jugendverführern eigentlich ist. Das ICF ist eine ausgeprägt charismatsiche Jugendkirche, die offensiv an verschiedensten Orten Jugendgemeinden gründet, in denen junge Menschen durch ein optimistisch-oberflächliche Botschaft und viel charismatischen „Lobpreis“ in den neuesten Trends angezogen werden sollen. Die geistliche Ausrichtung dieser Gruppe ist, wie ich in meinem Buch Zerstörerisches Wachstum gezeigt habe, innerhalb der postmodernen missional-emergent-charismatischen Strömung anzusiedeln.

Daß das ICF ausgerechnet einen Mann aus Wiedenest als Zugpferd für ihre Gemeindegründung in München anwirbt, sagt viel über die Ausrichtung des Wiedenester Werkes aus, das gelegentlich von sich behauptet, mit Charismatik nichts zu tun zu haben.
 

Quelle: http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/forum-wiedenest-sebastian-kunz-wird-neuer-jugendleiter-96329.html
 

www.das-wort-der-wahrheit.de   Rudolf Ebertshäuser   21. 5. 2016



 


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