Auf-gelesen April 2015

23.04.2015 | 11:34  Uhr

 
Weltallianz und Weltökumene vereinbaren engere Zusammenarbeit

Hochrangige Delegationen der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) und des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK/WCC) trafen sich am 20. – 21. Januar 2015 im Chateau de Bossy nahe Genf, einer Ausbildung- und Begegnungsstätte des ÖRK. Sie wollten angesichts der gegenwärtigen weltweiten Realitäten mögliche Bereiche einer engeren Zusammenarbeit erkunden, sowohl im „christlichen Zeugnis“ (was immer das angesichts der bibelkritischen Haltung der meisten Beteiligten heißen soll) als auch in sozialen Aktivitäten. Man vereinbarte weitere Treffen. Zu den Vertretern der WEA gehörten Dr. Wilf Gasser, stellvertretender Generalsekretär, Rosalee Velloso Ewell, Leiterin der Theologischen Kommission der WEA, und Prof. Thomas Schirrmacher, Vorstandsmitglied der Theologischen Kommission. Auf der Seite des ÖRK nahmen Georges Lemopoulos, amtierender Generalsekretär, sowie mehrere stellvertretende Generalsekretäre und hohe Funktionäre teil. Das Treffen zeigt, daß auf Seiten der WEA keine geistlichen Bedenken mehr gegen eine umfassende Zusammenarbeit mit der Weltökumene bestehen; umgekehrt scheinen die liberalen Ökumeniker eine Zusammenarbeit zu suchen, um ihrer Stimme weltweit mehr Gewicht zu verleihen.
(Quellen: „Weltkirchenrat und Evangelische Allianz wollen enger kooperieren“, TOPIC Februar 2015, S. 3; http://www.worldea.org/news/4510/wea-and-wcc-representatives-explore-possibilities-of-working-together)
 
 

Intensiver Dialog zwischen Katholischer Kirche und Weltallianz

Nicht nur mit der Weltökumene führen die Verantwortlichen der Weltweiten Evangelischen Allianz intensive Gespräche, sondern auch mit der römischen Kirche. Anfang September 2014 fand in Bad Blankenburg ein einwöchiger Dialog von führenden Vertretern der WEA und der katholischen Kirche statt – schon das fünfte, seit 2009 diese Beratungen begonnen wurden. Wie der Direktor für ökumenische Angelegenheiten der Weltallianz, Rolf Hille, sagte, seien die Gespräche wichtige Zeichen der Verbundenheit für evangelikale und katholische Christen auf dem Weg zum 500jährigen Reformationsjubiläum 2017. Es gehe darum, auf dem Boden der Heiligen Schrift zusammenzukommen und Verständnis füreinander zu entwickeln. Für 2016 ist deshalb die Herausgabe einer gemeinsamen theologischen Erklärung geplant. Doch wie kann so etwas „auf dem Boden der Heiligen Schrift“ geschehen, da doch die römische Kirche ein völlig unbiblisches falsches Evangelium vertritt und eine heidnische Religion unter „christlichem“ Mäntelchen darstellt? Die liberalen Evangelikalen der Allianzbewegung haben die Wahrheit der Bibel und die Grundlagen der Reformation längst verlassen. Für die Vertreter der römischen Kirche kommt diese Preisgabe biblischer Positionen sehr gelegen. Sie arbeiten zielbewußt daran, das Reformationsjubiläum zu nutzen, um die abgeirrten Schäfchen wieder zurück zu Rom zu führen. Einer der Teilnehmer an den Beratungen, Bischof Rodolfo Valenzuele Nunez, würdigte daher das Treffen als wichtigen ökumenischen Beitrag. Nach nahezu 500 Jahren voller Vorurteile (!) seien solche Gespräche unverzichtbar. Beide Seiten sollten das Reformationsjubiläum nutzen, um die Einheit der Christen zu stärken. Also beruhte die Reformation auf „Vorurteilen“, und die evangelischen Christen gingen in die Irre, als sie sich um der Wahrheit des Evangeliums willen von Rom trennten? Bei solchen „Beratungen“ kommt nichts als religiöser Betrug heraus, der die Gläubigen irreführen soll. Es ist schlimm, daß sich die Evangelikalen dafür hergeben.
(Quelle: „Evangelikale & Katholiken: Uns verbindet viel“; in: IdeaSpektrum 37/2014, S. 12)
 


Charismatische Einheitsstrategie erfolgreich

In Hamburg hat sich eine charismatische Vereinigung selbst aufgelöst, weil sie ihr Ziel als erfüllt ansehen kann; die Umstände dieser Auflösung werfen ein bezeichnendes Licht auf den Erfolg der charismatischen Sauerteig-Strategie unter den Evangelikalen. Hier Auszüge aus der Meldung in IdeaSpektrum: „In Hamburg hat sich die Vereinigung KELCH (Kreis für die Einheit des Leibes Christi in Hamburg) aufgelöst, weil sie ihr Ziel als erfüllt ansieht – nämlich die Einheit der Christen in der Hansestadt zu fördern. Das hat der Leiter von KELCH, der leitende Pastor der Pfingstgemeinde Arche Alstertal, Burghard Loop, bekannt gegeben. KELCH geht in der Initiative „Gemeinsam für Hamburg“ und der örtlichen Evangelischen Allianz auf. Die Vereinigung hat ihren Ursprung in regelmäßigen Treffen von Leitern charismatischer und pfingstkirchlicher Gemeinden in Hamburg, das 1989 nach einer Evangelisation mit dem Pfingstprediger Reinhard Bonnke entstanden war. Ihr Anliegen war es, für Einheit, Evangelisation und Erweckung zu beten. Vor allem ging es darum, die Differenzen zwischen der charismatischen und der Pfingstbewegung einerseits und den übrigen Evangelikalen andererseits zu überwinden. Ein Motor der Bewegung war der Gründer der Anskar-Kirche, Wolfram Kopfermann.“ An den regelmäßig veranstalteten KELCH-Gottesdiensten kamen über 1.000 Christen aus unterschiedlichen Gemeinden zusammen. Als Prediger traten prominente Leute auf, u.a. der ehemalige Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Peter Strauch (Wetter), der frühere Präses des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden, Ingolf Ellßel (Tostedt), und der evangelisch-lutherische Pastor Dietrich Otto (Hamburg). 2005 distanzierte sich der Vorstand der örtlichen Evangelischen Allianz von der Berliner Erklärung aus dem Jahr 1909, in der die Pfingstbewegung als „von unten“ verurteilt worden war. In eben diesem Jahr schloß sich die charismatische Vereinigung KELCH der Allianz an. Die Charismatiker halfen dann dabei mit, die irreführende Aktion „Gemeinsam für Hamburg“ zu gründen, die verschiedene evangelikale und charismatische Gruppen um ein soziales Aktionsprogramm vereinigt. Inzwischen ist die charismatische Durchdringung der Evangelikalen in Hamburg offenkundig so weit gelungen, daß die Gründer ihr Ziel als erfüllt ansehen.
(Quelle: „Vision erfüllt – KELCH aufgelöst“; in: IdeaSpektrum 2/2015, S. 27)
 


„Bibel nicht zum Götzen machen“: Verführerische Töne beim Willow-Jugendkongreß

Auf dem „Jugendplus“-Kongreß von Willow Creek Deutschland, der vom 20. – 22. März 2015 in Erfurt stattfand, kamen 4.050 haupt- und nebenamtliche Jugendmitarbeiter aus Landes- und Freikirchen zusammen. Eine zentrale „Botschaft“ auf diesem Kongreß kam laut Idea-Bericht von einem 23jährigen „Evangelisten“ aus den USA namens Jefferson Bethge, dessen Qualifikation und Bewährungsnachweis offenkundig einige Youtube-Videos sind, die schon mehr als 50 Millionen Mal angeklickt wurden. Dieser junge Mann verkündete dort, daß Christen mitunter in der Gefahr stünden, „die Bibel zum Götzen zu machen“. Das ist eine fein gestrickte Verführungsbotschaft, die man in evangelikalen Kreisen immer öfters hört. Sie beinhaltet, daß die Ehrfurcht vor Gottes Wort als der heiligen, vollkommenen Offenbarung Gottes (vgl. Ps 19,8-10; Jes 66,2) angeblich „Götzendienst“ sei und zu Lasten einer „persönlichen Beziehung zu Jesus“ gehe. In Wahrheit ist die ehrfürchtige Anerkennung der göttlichen Autorität der Heiligen Schrift die Grundlage jeder echten Beziehung zu dem Herrn Jesus Christus. Wer den Glauben an die Bibel gegen den Glauben an Jesus Christus ausspielt, der glaubt offenkundig an einen anderen Jesus als den Herrn, den die Schrift offenbart (vgl. 2Kor 11,4). Unser Herr hat nicht umsonst gesagt: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat“ (Joh 14,23-24).
(Quelle: „Willow-Kongress: Bibel nicht zum Götzen machen“; in: IdeaSpektrum 13/2015, S. 8)
 
 

Rick Warren fördert die Rückkehr zur katholischen Kirche

Der weltweit bekannte Baptistenpastor Rick Warren, Autor der Besteller Kirche mit Vision und Leben mit Vision, schrieb eine entlarvende Empfehlung für das Buch Catholics Come Home („Katholiken, kommt nach Hause“) des eifrigen Katholiken Tom Peterson, dessen Anliegen es ist, kirchenfernen Katholiken die angeblichen Vorzüge der römischen Kirche nahe zu bringen und sie zur aktiven Teilnahme am Leben der katholischen Kirche zu bewegen. Diese betrügerische Werbung für ein falsches Evangelium unterstützt Rick Warren überschwenglich mit den Worten: “Die Mission von Tom Peterson und Catholics Come Home, Seelen nach Hause zu Jesus und zur Kirche zu bringen, ist entscheidend wichtig in diesem herausfordernden Zeitabschnitt unserer Geschichte. Ich unterstütze dieses Projekt der Neuevangelisierung voll und ganz“ (“The mission of Tom Peterson and Catholics Come Home to bring souls home to Jesus and the church is critically important during this challenging time in our history. I fully support this New Evangelization project”). Es ist bezeichnend für die ökumenische Verblendung dieses angeblich protestantisch und baptistisch geprägten Mannes, daß er die römische Kirche ganz im Sinne ihres Selbstverständnisses als „die Kirche“ versteht und dabei mithilft, daß suchende Seelen zurückgeführt werden in das finstere System der römischen Priesterschaft mit ihrer betrügerischen „Rettung“ durch Sakramente. Vielleicht dauert es gar nicht mehr so lange, bis Rick Warren selbst und viele irregeführte Evangelikale in die römische Kirche „nach Hause kommen“.
(Quelle: M. Erdmann: „Rick Warren unterstützt Kampagne zum Wiedereintritt in Katholische Kirche“; http://veraxinstitut.ch/blog/60-rick-warren-unterstuetzt-kampagne-zum-wiedereintritt-in-katholische-kirche; Warren-Zitat: http://www.catholicscomehome.org/catholics-come-home-announces-first-book-from-founder-tom-peterson/)
 

www.das-wort-der-wahrheit.de    Rudolf Ebertshäuser    23. 4. 2015

 


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