Auf-gelesen Januar 2013

26.01.2013 | 18:48  Uhr

Ein römischer Bischof auf der Allianzkonferenz
 
Die Schritt für Schritt eingeführten „Neuerungen“ in der Evangelischen Allianz haben es mit sich gebracht, daß beim letzten Allianztag in Bad Blankenburg am 28. September 2012 der katholische Bischof von Erfurt, Dr. Joachim Wanke, einen Vortrag mit dem Thema: „Vom österlichen ‚Mehrwert’ unseres Glaubens“ hielt. Damit wird von der Führung der (noch) „Evangelischen“ Allianz ein weiteres deutliches Signal in Richtung der ökumenischen Vermischung gesetzt. Der Bischof konnte vor dem Forum der Allianzvertreter unwidersprochen die Irrlehren der römischen Kirche ausbreiten und wurde von führenden Allianzleuten als Dialogpartner hofiert.
 
Der Allianztag stand in diesem Jahr unter dem Thema „Die Evangelische Allianz und ihr missionarischer Auftrag im Kontext der Religionen und Konfessionen“. Im Rahmen dieses Themas wurden auf der Tagung auch andere falsche, irreführende Akzente gesetzt: Der Sprecher für Menschenrechte der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Thomas Schirrmacher (Bonn), trat für einen „selbstbewußten Dialog mit anderen Religionen“ ein, und der liberaltheologisch geprägte Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Reinhard Hempelmann (Berlin), gab ebenfalls Hilfestellung für den Dialog zwischen den Religionen. Ein solcher gleichberechtigter „Dialog zwischen den Religionen“ ist im Grunde ein Verrat am biblischen Evangelium und wurde in früheren Jahren in erster Linie von der ökumenischen Weltbewegung und der Katholischen Kirche gepflegt. Die Allianzführung bewegt sich immer rascher auf die babylonische Welteinheitsreligion zu.
 
Quelle: http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/keine-scheu-vor-religioesem-dialog.html
 
 
 
„Wenn die Freundin schwanger ist“: Idea-Jugendbeilage akzeptiert Hurerei ohne Einspruch
 
Immer wieder erscheint als Beilage zu dem evangelikalen Nachrichtenblatt Idea Spektrum eine Sonderausgabe der Jugendrubrik „idealisten.net“. In der Ausgabe 3/2012 findet sich auf den Seiten 20-21 eine menschlich recht nette Erzählung von einem Studenten, der mitten während seines Studiums erfuhr, daß seine Freundin, ebenfalls Studentin, von ihm schwanger war. Der junge Vater schildert, wie er nach dem Abitur von zuhause ausgezogen war und nichts so sehr genossen hatte wie seine Freiheit (was dann auch Folgen hatte …). „Trotzdem freute ich mich nun unglaublich, Vater zu werden“. Die ganze Geschichte könnte in einem weltlichen Familienblättchen erschienen sein. Nur mit einem Satz deutet der Student an, daß er sich als „christlich“ versteht („Ich vertraute einfach auf Gott“).
 
In dem ganzen Bericht und auch im redaktionellen Rahmentext wird mit keiner Silbe erwähnt, daß diese beiden so sympathisch wirkenden jungen Leute eine schlimme Sünde begangen hatten, indem sie vor der Ehe zusammenlebten, eine Sünde, die in der Bibel Unzucht oder Hurerei genannt und entschieden verurteilt wird:
 
Wißt ihr denn nicht, daß Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige [Hurer] noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben. (…) Flieht die Unzucht [Hurerei]! Jede Sünde, die ein Mensch [sonst] begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib. (1Kor 6,9-10.18)
 
Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht [Hurerei], Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist; um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams … (Kol 3,5-6)

Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr euch der Unzucht [Hurerei] enthaltet; daß es jeder von euch versteht, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit in Besitz zu nehmen, nicht mit leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen … (1Thess 4,3-5)
 
Diese neutrale Darstellung eines von der Bibel klar als Sünde bezeichneten Verhaltens ist bezeichnend für die Beliebigkeit, mit der heute in vielen evangelikalen Kreisen über die Gebote und Ordnungen Gottes hinweggegangen wird. Wir leben in einer Zeit der Gesetzlosigkeit (Mt 24,12); die Heiligkeit Gottes wird mißachtet, und die Gottesfurcht ist nur noch ein leerer Schein (2Tim 3,1-5). Da nutzt es auch nicht, wenn im Abspann erwähnt wird: „Demnächst werden er und seine Freundin vor den Traualtar treten“. Das macht die vorher begangene Sünde nicht ungültig! Nur aufrichtige Reue und Buße und ernste Bekehrung zu Christus könnte die Befleckung tilgen – aber davon wollen allzu viele weltförmige Namenschristen heute nichts mehr wissen.
 
 
 
 
„Teilen ist Leben“: Armutskongreß als Plattform für das Soziale Evangelium
 
In der vom Altpietistischen Gemeinschaftsverband getragenen Tagungsstätte „Schönblick“ fand vom 26. bis 28. Oktober 2012 eine bemerkenswerte Tagung unter dem Motto „Teilen ist Leben. Armut – Glaube – Gerechtigkeit“ statt. Die Veranstalter waren das Gästezentrum „Schönblick“ (vertreten durch Geschäftsführer Martin Scheuermann), das Kinderhilfswerk „Compassion“ Deutschland (vertreten durch Direktor Steve Volke), Willow Creek Deutschland (vertreten durch Geschäftsführer Karl-Heinz Zimmer), die Micha-Initiative der Deutschen Evangelischen Allianz (vertreten durch den Vorsitzenden Rolf Zwick), sowie das Marburger Bildungs- und Studienzentrum (vertreten durch den Studienleiter des Studienganges „Gesellschaftstransformation“, Dr. Tobias Faix). Unterstützend wirkten noch rund 20 Kooperationspartner mit, darunter die Deutsche Evangelische Allianz, die Evangelische Nachrichtenagentur idea, die „Arbeitsgemeinschaft Evangelikale Missionen“ und „World Vision“.
 
Es ist auffällig, daß heutzutage immer öfter das falsche „Soziale Evangelium“ unter den Evangelikalen verkündet wird. Statt in der Mission und Gemeindearbeit nach außen alle Kräfte auf die Verkündigung des Evangeliums und die Errettung verlorener Sünder zu konzentrieren, wird behauptet, die Gemeinde müsse sich gleichrangig oder gar vorrangig um die Verbesserung der sozialen Verhältnisse der Armen bemühen und sich dabei gesellschaftspolitisch im Sinne einer weltweiten „Gesellschaftstransformation“ engagieren. Christen müßten für „soziale Gerechtigkeit“ in den armen Ländern eintreten, für fairen Welthandel, Ökologie („Bewahrung der Schöpfung“), gegen politische Unterdrückung und Benachteiligung der Länder der „Dritten Welt“ (oder nach neuerem Sprachgebrauch: der „Zweidrittelwelt“).
 
Genau diese falsche Lehre, die früher hauptsächlich durch die liberalen Großkirchen und den „Ökumenischen Rat der Kirchen“ verbreitet worden war, war auch auf diesem „Armutskongreß“ zu hören. Man hatte mit Caesar Molebatsi (südafrikanischer Theologe und ehemaliger Präsident des weltweiten CVJM) und mit der Lateinamerikanerin Ruth Padilla DeBorst, Tochter des bekannten Linksevangelikalen Rene Padilla, zwei prominente Vertreter dieser Irrlehren aus der „Dritten Welt“ eingeladen. Aus Deutschland kam diese Botschaft vom sozialpolitischen Engagement u.a. von Hans Georg Filker, Leiter der Stadtmission Berlin, und von Dr. Tobias Faix, einem bekannten Sprecher der Emerging Church und Leiter des emergenten „Studiengangs Gesellschaftstransformation“ am MBS Marburg.
 
 
Rudolf Ebertshäuser   23. 1. 2013   www.das-wort-der-wahrheit.de 
 
 
Zu diesem Beitrag können Sie auf unserer Webseite lesen:
 
Die falschen Reichgotteslehren und der Ruf nach weltveränderndem Engagement der Kirche
 
Die angebliche Verpflichtung der Gemeinde zum „prophetischen“ sozialpolitischen Engagement
 
 
 
 
 
 
 


<< Zurück zur Übersicht!

Beitrag als Mail verschicken  Beitrag drucken

Passwort vergessen?
Sitemap
Sie befinden sich hier: » Startseite » Aktuelle Notizen Webdesign & CMS
Impressum